»Personenlexikon zu Gotthold Ephraim Lessing«

Das hier in einem Online-Pilotprojekt vorgestellte Personenlexikon zu Lessing soll ein Desiderat der Lessingforschung erfüllen und Auskunft über alle Personen geben, mit denen Lessing in näherer leibhafter oder brieflicher Verbindung gestanden hat oder bei denen eine gegenseitige Kenntnisnahme vor dem Hintergrund werkrelevanter Gesichtspunkte, etwa in Buchpublikationen, Artikeln, Rezensionen oder Textabdrucken gegeben ist. Zwischen Lessing und Goethe etwa hat es zwar weder eine briefliche noch persönliche Verbindung gegeben, wohl aber eine literarhistorisch bedeutsame.

Vorgesehen ist in allen Fällen, soweit ermittelbar, die lückenlose Auszeichnung der Personen mit Lebensdaten. Die Vielzahl der Personen wird nach Orten bzw. Regionen angeführt: Berlin, Braunschweig, Breslau, Dresden, Göttingen/Kassel, Hamburg, Harz, Italien, Leipzig, Mannheim, Kamenz/Meißen/Liegnitz, Österreich, Schweiz, Wolfenbüttel. Topographisch nicht zuzuordnende Personen erscheinen in einem separaten Verzeichnis erfasst.

Die Entstehung des als Buch- sowie Onlineprojekt geplanten Lexikons kann auf der Seite der Lessing-Datenbank verfolgt werden. Es soll die berücksichtigten Personen kurz und bündig referieren, zu den derzeit maßgeblichen Informationen hinführen bzw. diese digital durch Links und Bildmaterial ergänzen. Als Grundregel gilt, dass bekannte und gut erforschte Personen eher knapp; kaum bekannte, unerforschte dagegen ausführlicher behandelt werden, sofern der Erkenntnisstand es zulässt. In jedem Fall sollte erkennbar werden, welche Rolle sie in Lessings Leben und ggf. für sein Werk gespielt haben.

Ausgangspunkt der Namensliste sind die Personenregister in den Referenzwerken von Richard Daunicht; Lessing im Gespräch. Berichte und Urteile von Freunden und Zeitgenossen, München 1971; Wolfgang Albrecht: Lessing im Spiegel zeitgenössischer Briefe, 2 Teile, Kamenz 2003. – Lessing, Gespräche, Begegnungen, Lebenszeugnisse, 2 Teile, 2005 – Lessing, Chronik zu Leben und Werk, 2008; Hugh Barr Nisbet: Lessing. Eine Biographie, München 2008 sowie Monika Fick: Lessing-Handbuch, München 42016.

Ergänzungen, die sich aus zahlreichen weiteren Quellen ergeben, etwa Paul Raabes Spaziergänge durch Lessings Wolfenbüttel, Zürich 1997 oder der aktuell relevanten Lessing-Ausgabe Werke und Briefe, hg. von Wilfried Barner u.a., 12 Bde., München 1985ff.) werden fortlaufend vorgenommen.

Anregungen, Ergänzungen und Kritik der Nutzer sind ausdrücklich willkommen.

Wolfenbüttel, 12. Dezember 2018,
Dr. Helmut Berthold